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SiMaKon
Virtuelle Menschen
Im Themenbereich Virtuelle Menschen blickt die Forschung mittlerweile auf eine etwa zwanzigjährige Entwicklungsgeschichte zurück. Zahlreiche Veröffentlichungen und industrielle Entwicklungen enthalten eine Fülle an Verfahren für die verschiedenen technischen Aspekte der benutzerindividuellen Avatarerzeugung. Einige repräsentative Beispiele sind:
  • Generierung von Avataren mit beliebigen Maßen aus wenigen vorgegebenen Morphzielen, welche mit speziellen 3D-Modellierungstools, z. B. Poser, erzeugt werden können oder auf beispielhaften Körperscans basieren
  • Analyse von Photos der Körperkontur
  • Verwendung kundenindividueller Scandaten aus Bodyscan-Verfahren 

Oft sind die Verfahren nicht durchgängig automatisierbar und erfordern manuellen Aufwand für ein optimales Ergebnis, häufig in Abhängigkeit von der Qualität der Eingangsdaten. Im SiMaKon-Projekt kommen nur Methoden zum Einsatz, die nach Bereitstellung der notwendigen Eingangsdaten vollautomatisch ablaufen oder sehr wenig manuellen Aufwand erfordern.

Für eine effektive Passformkontrolle und Beurteilung der Optik der Bekleidung müssen die Abmessungen und Proportionen der virtuellen Figurinen so beschaffen sein, dass im Zusammenspiel mit der Simulation ein optimales Ergebnis erzielt wird. Der im Projekt erstellte Avatargenerator erzeugt aus einer beliebigen Anzahl von Eingabedaten zu Körpermaßen und Proportionen automatisch den kundenindividuellen Körper. Damit die Passform und Optik bei unterschiedlichen Körperhaltungen kontrolliert und verglichen werden kann, können die Avatar in unterschiedlichen Posen dargestellt werden.

Zudem wird ein hoher Identifikationsgrad des Kunden mit seinem virtuellen Gegenüber angestrebt – die Kunden sollen sich in ihren Avataren wiedererkennen. Neben der ausreichend genauen Abbildung der äußeren Körper- und Kopfgeometrie soll daher das Geschlecht und die Einfärbung des Avatars bestimmt werden können. So werden beispielsweise Haut-, Haar- und Augenfarbe frei wählbar sein.