| Human Computer Interaction |
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Der Erfolg des Systems hängt in erster Linie von der Akzeptanz der Nutzer ab. Großer Wert wird daher auf einen benutzerzentrierten Entwicklungsprozess gelegt. Hierbei werden die Kunden, Versandhändler, Ladenbesitzer und Verkäufer in alle Entwicklungsphasen mit einbezogen. Durch den Einsatz von speziellen Methoden wie „Rapid Prototyping“ und „Storyboarding“ können schon während der Definition der Anforderungen die Kunden ihre Wünsche und Vorstellungen mit einbringen.
Sämtliche Phasen werden in einem zyklischen Prozess mehrfach durchlaufen, um das System iterativ zu verbessern. Die in einem Zyklus gewonnenen Erkenntnisse sind jeweils der Ausgangspunkt für den nächsten. Während der Implementierungsphase werden einzelne Module und Benutzungsoberflächen von Repräsentanten späterer Nutzergruppen überprüft und getestet. Dadurch lässt sich das Ergebnis des Projektes wesentlich näher an den Bedürfnissen der Zielgruppen orientieren, als bei einer herkömmlichen sequentiellen Projektdurchführung. Die Forschungstätigkeit konzentriert sich dabei auf die Untersuchung von Browser-basierten Benutzungsschnittstellen. Dem Endanwender werden sämtliche erforderlichen Funktionalitäten (z. B. Produktauswahl und -konfiguration, Avatarkonfiguration, Registrierung, Interaktion mit der virtuellen Szene) in einer integrierten, intuitiv bedienbaren Graphischen Benutzungsoberfläche (GUI) angeboten. Es wird dabei der Frage nachgegangen, wann welche Schnittstelle aus welchen Gründen für welche Benutzergruppe im Kontext des Online-Verkaufs am sinnvollsten ist. Untersucht wird beispielsweise, wie ein Online-Katalog oder ein Produktkonfigurator benutzerfreundlich präsentiert werden kann. Konzepte wie Adaptivität, 3D-E-Commerce oder auch Assoziativität werden in Betracht gezogen und auf ihre Vor- und Nachteile untersucht. Oberstes Ziel der Arbeiten ist dabei, für die Merkmale Benutzerfreundlichkeit und Einkaufserlebnis jeweils eine hohe Qualität zu erreichen. Von besonderem Interesse ist hier auch die dreidimensionale, interaktive Visualisierung der virtuellen Anprobe und ihre Integration in einen Internet-Shop. Bei der Gestaltung der Benutzungsoberflächen werden einschlägige Normen und gängige Richtlinien aus dem HCI-Bereich berücksichtigt. Darüber hinaus finden die Grundsätze der Barrierefreiheit Anwendung, wie sie in den „Web Content Accessibility Guidelines“ des W3C spezifiziert sind und von der Barrierefreie Informationstechnik-Verordnung (BITV) referenziert werden. Technologien, die hierbei im Rahmen des Projektes zum Einsatz kommen, sind vor allem neueste Web-Techniken, wie z. B. AJAX (Asynchronous JavaScript and XML), ein Sammelbegriff für unterschiedliche Web-Technologien der neuesten Generation, Stichwort „Web2.0“. Mit ihnen kann die Interaktivität einer Desktop-Anwendung erreicht werden. Sie bieten außerdem Spielraum für die Erforschung und Nutzung neuester Erkenntnisse zu neuartigen Steuerelementen und Interaktionstechniken, wie z. B. elastischen Schiebereglern o. ä. |